Ostergrüße – mit cc

Die Mandantin AB-GmbH hat mir Ostergrüße geschickt, mitsamt einem witzigen Cartoon im Anhang (Weihnachtsmann und Osterhase streiten sich brusthoch im Schnee, wer an Ostern 2013 die Eier verteilen darf).

Vielen Dank, ich freue mich immer, wenn ich außer der Reihe eine Nachricht von Mandanten bekomme.

Die Grüße waren mit cc offen an weitere rd. 30 weitere Empfänger verschickt. cc ist die Abkürzung für „Copy Carbon“, was so viel bedeutet wie „Originaldurchschlag geht an: 123@456.de.
Ich habe mir die anderen E-Mail-Adressen mal etwas näher angesehen. Ach, Frau Petra Musterfrau@gmx.de hat dann doch die Rechnung bezahlt und besteht nicht mehr auf ihre Gewährleistungsrechte. Deswegen sollte ich sie demnächst anschreiben, bevor es in eine gerichtliche Auseinandersetzung mit meiner Mandantin ausartet. Und die wettbewerbsrechtlichen Differenzen mit der XY-GmbH.com wurden offensichtlich beigelegt.
Sonst hätten zumindest diese beiden Adressaten wohl kaum solch freundliche Ostergrüße erhalten.

Manchmal erzählen offene cc-Mails ihre eigenen Geschichten.
Abgesehen davon, dass manche Mail Empfänger es gar nicht mögen, wenn ihre Adressen offen durch das Netz geschickt werden. Denn solche Massenmails werden gerne auch mal „gefischt“, für Spam Mails eingesetzt oder auch Schadprogramme darüber verteilt.

Mit einer bcc-Mail (Blind Carbon Copy – Blindkopie) passiert das nicht so schnell und die Adressaten sind besser geschützt.

Und der sehr bekannte Cartoonist S. ist wohl auch nicht begeistert darüber, wenn er sieht, dass sein Cartoon ohne Quellenangabe oder möglicherweise unter Verletzung seiner Urheberrechte veröffentlicht wurde.

Ich muss mal vertrauensvoll mit dem Geschäftsführer darüber reden.
Gefreut habe ich mich aber trotzdem.

 

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