„Herr Rechtsanwalt, meine Tochter treibt Filesharing“

Die Mutter ist stocksauer, die 14-jährige Tochter daneben ziemlich zerknittert.
Vor mir liegt das Schreiben einer Rechtsanwaltskanzlei, eine Abmahnung wegen unerlaubter Verwertung urheberrechtlich geschützter Tonaufnahmen, satte 10 Seiten.
Die Mutter spricht von „kein-Taschengeld-mehr-bis-das-alles-bezahlt-ist“, jetzt ist erstmal Beruhigung angesagt.
Die vielen Seiten mit den Schlagwörtern „Filesharingnetzwerk, strafbewehrte Unterlassungserklärung und Einleitung eines strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens“ können aber auch schon beunruhigen.

Nun, aktuell ist das Urteil des Bundesgerichtshofs – die sog. Morpheus-Entscheidung – zur Haftung von Eltern bei Filesharing eines 13-Jährigen Kindes veröffentlicht worden.
Im Kern sagt das Urteil aus, dass es eine grundsätzliche Haftung der Eltern für derlei  Aktivitäten nicht gibt.
Das kann aber nicht für jeden Fall gelten und hängt immer noch vom Einzelfall ab, u.a. davon, wie denn die Eltern ihre Kinder über die Risiken und Nebenwirkungen des digitalen Lebens informiert und belehrt haben.

Und damit bin ich beim eigentlichen Anliegen dieses Beitrags angekommen:
Liebe „Kiddies“, das digitale Leben spielt sich nicht im rechtsfreien Raum ab. Das besteht nämlich aus vielen Fallen und Risiken und darüber muss man informiert sein.
Dazu gibt es eine gute Broschüre, in der ihr auf 28 knackigen Seiten über das Wesentlichste informiert werdet.
Herausgegeben wird sie vom IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit
der Bundesrepublik Deutschland e.V.
Die solltet ihr euch mal aufmerksam durchlesen und darin wird vieles angesprochen, was man wissen muss, wenn man sich in die virtuelle Welt begibt.

Ich wünsche viel Spaß dabei.

Rechtsanwalt Alfred Hart

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