Wie wird die gesetzliche Rentenversicherung eigentlich berechnet?

Die Beitragsbemessungsgrenze
Die Beitragsbemessungsgrenze spielt, wie der Name schon sagt, eine Rolle bei der Berechnung der Höhe des Beitrages, den ein Versicherter in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen hat. Pflichtversicherte in der gesetzlichen Rentenversicherung, zum Beispiel Arbeitnehmer, müssen von ihrem Einkommen einen festen Prozentsatz (Beitragssatz) als Beitrag abführen. Dies gilt jedoch nur für jedes Einkommen bis zur Beitragsbemessungsgrenze.

 

Alle Einkommensteile, die über dieser Grenze liegen, sind nicht beitragspflichtig. Das heißt: Wer mit dem Einkommen über dieser Grenze liegt, zahlt automatisch den Höchstbeitrag, nicht mehr und nicht weniger.

 

Die Beitragsbemessungsgrenze ist keine „Versicherungspflichtgrenze“. Das heißt, dass derjenige mit einem Einkommen über dieser Grenze nicht aus der Rentenversicherung austreten kann! Die Höhe der Beitragsbemessungsgrenze wird jährlich zum 1. Januar per Gesetz neu festgelegt.

 

Der Beitragssatz
Über den Beitragssatz wird festgelegt, wie viel des beitragspflichtigen Einkommens an die gesetzliche Rentenversicherung abgeführt werden muss. Wird der Beitragssatz erhöht, steigen also die Beiträge für die Versicherten. Dies ist in der Vergangenheit häufig der Fall gewesen, und diese Entwicklung wird sich in der Zukunft leider fortsetzen.

 

Die Beiträge
Die meisten Versicherten, nämlich alle Pflichtversicherten, zahlen den „normalen“ Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung. Darüber hinaus gibt es noch den Mindestbeitrag, den Regelbeitrag und den Höchstbeitrag:

  • Der Regelbeitrag entspricht dem Beitrag, der zu zahlen ist, wenn das Einkommen in etwas dem Durschnittseinkommen aller Versicherten entspricht. Er muss beispielsweise von „Selbstständigen“ gezahlt werden, die nicht von der Versicherungspflicht befreit sind und ihr Einkommen nicht nachweisen möchten. 
  • Der Mindestbeitrag ist der Beitrag, den freiwillig Versicherte (z.B. Selbstständige) mindestens einzahlen müssen.
  • Der Höchstbeitrag berechnet sich aus der Beitragsbemessungsgrenze. Diese ist mit dem Beitragssatz zu multiplizieren. So ergibt sich der Beitrag, der maximal gezahlt werden kann/muss.

 

Aktueller Rentenwert

Der aktuelle Rentenwert ist ein Bestandteil der Rentenformel. Er stellt sicher, dass die Renten auch in Zukunft an die Entwicklung der allgemeinen Lohn- und Gehaltsentwicklung angepasst werden (Stichwort: Dynamisierung). Dieser Wert wird grundsätzlich jeweils zum 1. Juli eines jeden Jahres an die Entwicklung der Nettolöhne und Nettogehälter angepasst.

Quelle: hamburg-mannheimer.de/HMOnline

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