Ein­kom­men­steu­er­er­klä­rung 2008

Die Frist zur Ab­ga­be der Ein­kom­men­steu­er­er­klä­rung für 2008 rückt näher:

Für alle Bür­ger, die ihre Ein­kom­men­steu­er­er­klä­rung 2008 selbst er­stel­len und die ver­pflich­tet sind, eine Er­klä­rung ab­zu­ge­ben, läuft die Frist hier­zu Ende Mai 2009 ab.
Diese Frist gilt nur, wenn Sie zur Ab­ga­be von Ein­kom­men­steu­er­er­klä­run­gen ver­pflich­tet sind. Grund­sätz­lich müs­sen alle Per­so­nen mit steu­er­pflich­ti­gen Ein­künf­ten eine Steu­er­er­klä­rung ab­ge­ben. Bei Ar­beit­neh­mern ist die Ein­kom­men­steu­er ge­ne­rell mit dem Lohn­steu­er­ab­zug ab­ge­gol­ten und sie müs­sen nur in be­stimm­ten Fäl­len eine Er­klä­rung ab­ge­ben. Eine Er­klä­rungs­pflicht für Ar­beit­neh­mer be­steht bei­spiels­wei­se dann, wenn der Ar­beit­neh­mer neben sei­nem Ar­beits­lohn Lohn­er­satz­leis­tun­gen (z. B. Ar­beits­lo­sen­geld, Kran­ken­geld, Mut­ter­schafts-​ oder El­tern­geld) von mehr als 410 € (im Jahr!) er­hal­ten hat, wenn gleich­zei­tig Ar­beits­lohn von meh­re­ren Ar­beit­ge­bern be­zo­gen wurde oder wenn beide Ehe­gat­ten Ar­beit­neh­mer sind und einer der bei­den Ehe­gat­ten nach der Steu­er­klas­se V oder VI be­steu­ert wurde.

Alle, die zwar zur Ab­ga­be der Steu­er­er­klä­rung ver­pflich­tet sind, sich hier­für aber der Hilfe eines Steu­er­be­ra­ters, Rechts­an­walts be­die­nen, kön­nen sich (oder ihrem Be­ra­ter) noch  etwas Zeit las­sen, für sie gilt eine all­ge­mei­ne Frist­ver­län­ge­rung bis zum 31.12.2009.

Ar­beit­neh­mer, die nicht zur Ab­ga­be ver­pflich­tet sind, dies aber frei­wil­lig tun, kön­nen sich vier Jahre Zeit las­sen; für die Steu­er­er­klä­rung 2008 also noch bis zum 31.12.2012. Diese so­ge­nann­te An­trags­ver­an­la­gung lohnt sich für alle Ar­beit­neh­mer, die mit einer Er­stat­tung vom Fi­nanz­amt rech­nen. Dies ist zum Bei­spiel der Fall, wenn nur zeit­wei­se ein Ar­beits­ver­hält­nis be­stan­den hat, wenn die Höhe des mo­nat­li­chen Ein­kom­mens ge­schwankt hat oder wenn hohe Wer­bungs­kos­ten ab­ge­rech­net wer­den kön­nen. Dies gilt etwa bei län­ge­ren Fahr­ten zur Ar­beit, den für die Fahr­ten zwi­schen Woh­nung und Ar­beits­stät­te kön­nen Pend­ler – nach der Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts – schließ­lich wie­der 0,30 € je Ent­fer­nungs­ki­lo­me­ter gel­tend ma­chen.

Eine An­trags­ver­an­la­gung kommt da­ne­ben aber auch für Spa­rer in Be­tracht, wenn ein­be­hal­te­ne Ka­pi­tal­er­trag­steu­er Zins­ab­schlag­steu­er an­ge­rech­net bzw. er­stat­tet wer­den soll.

Quelle: www.rechtslupe.de; Mitteilung vom 07.07.2009

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